Training

 

Im Herbst 2008 habe ich begonnen, mein Training nach einem Trainingsplan auszurichten (www.2peak.com). Die ersten Eindrücke lassen etwas feststellen: dass es in die richtige Richtung gehen könnte. So ein Trainingsplan erfordert aber (leider) etwas viel Disziplin. Wenn man einen guten Tag hat aber der Trainingsplan nur ein kurzes und/oder leichtes Training vorsieht, ist es für mich schon etwas schwer, nicht dem Verlangen nach einer schnelleren Runde nachzugeben. Andererseits werden Trainingsumfänge bis zu 5 Stunden (vor allem sonntags) vorgegeben - diese Umfänge habe ich bisher nicht geschafft. Das Training auf der Rolle habe ich nach der Vorgabe mithilfe von DVDs aber doch umsetzen können. 

17. 4. 2009: In zwei Tagen wird es beim Radmarathon in Mödling ein Resultat des Trainingsplans von 2peak geben können. Schwierig den Trainingsplan umzusetzen war der etwas lange Winter und damit die "Unmöglichkeit" für mich, Trainingsumfänge laut Trainingsplan zwischen 3 und 4 bis zu 5 Stunden umzusetzen. Bei Temperaturen bis maximal +5° sind für mich Trainingsumfänge nur bis 2 Stunden machbar. Dafür habe ich nur selten ein vorgegebenes, geplantes Training ausfallen lassen müssen. Und so richtig krank, dass ich nicht trainieren konnte, wurde ich auch nicht. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass die Bewegung draußen den Körper gesünder sein lässt. 

20. 4. 2009: Es scheint, dass so ein Trainingsplan einem eine gewisse körperliche Konstanz bringt. Obwohl beim gestrigen Radmarathon am Ende ein Durchschnittspuls von 151 errechnet wurde, war ich unterwegs und nachher nicht kaputt. Und heute, einen Tag danach, bin ich eigentlich schon relativ gut erholt. Schneller wäre es aber auch nicht gegangen - ich denke, ich habe das an Leistung gebracht, was heute machbar und richtig war.

26. 5. 2009: Die Trainingsvorgaben haben mir offenbar einen "Dieselmotor" (ohne Turbo) gebracht - bei relativ konstanter Drehzahl wird getreten und getreten und getreten ... . Aber so richtig einen Zuwachs an Geschwindigkeit hat es nicht gegeben. Außerdem fehlt mir bergauf doch einiges an Kraftleistung. Das Trainieren nach Puls hat anscheinend eine tolle Grundlagenausdauer gebracht, Kraft fehlt mir aber doch. Daher habe ich mich entschieden, nicht mehr nach Puls alleine zu trainieren, sondern (auch) nach Leistung = Watt. Das SRM-System ist mir zu teuer und zu unpraktisch, weil nur an einem Rad verwendbar. Ergomo ist inzwischen pleite, bleiben also nur Powertape von CycleOps und der Polar. Polar berechnet nur und misst nicht und ist anscheinend heikel einzustellen, also bleibt nur Powertape. Der Vorteil von Powertape ist, dass es an der Nabe misst und das Laufrad daher an mehreren Rädern verwendet werden kann. Die Messgenauigkeit soll auch sehr genau sein. Also im Internet geschaut, was es so gibt und was das Ganze kostet. Als fertigen Laufradsatz gibt es eigens eingespeichte Räder oder von Mavic den Cosmic Carbone SL. Also habe ich bei Beno Bikes eines Mavic Laufradsatz bestellt.

Der erste Eindruck war - wie man immer wieder in den Foren liest - dass man erst merkt, dass man ohne Leistungsmessung eigentlich gar nicht soviel Leistung im Verlauf einer Fahrt bringt. Effektiv kurbelt man bei einer Ausfahrt doch viel weniger, als man meint. Nach ein paar Fahrten hat man es heraus, dass man fast durchgehend Leistung bringt. Was ich bisher auch gemerkt habe, wenn man nach Wattvorgaben fährt, dass man zwar etwas langsamer unterwegs ist, im Gesamten aber schneller als sonst. Man fährt sparsamer, aber nicht langsamer über die ganze Ausfahrt gesehen. Auch wird der Körper merkbar weniger durch das Fehlen von Spitzen belastet, man atmet ruhiger, schwitzt weniger und man fährt konzentrierter. Wenn man bergauf einen gewissen Wattwert einhält, den man vorher durch Austesten gefunden hat, dann kommt man oben relativ gut mit etwas Reserven an. Nach dem Training bin ich auch nicht kaputt, sondern mehr müde, angenehm erschöpft. Für ein Intervalltraining scheint es mir sehr geeignet zu sein - das habe ich bisher sicher nicht richtig gemacht.

30.6.2009: Ich habe mich entschieden, den Trainingsplan von 2peak nicht mehr weiter fort zu führen. Die Umfänge vor den eingetragenen Wettkämpfen haben mich doch ganz schön ermüdet. Berlin Velothon und Mondsee Radmarathon brachten bessere Ergebnisse als erwartet, nachdem ich das vorgegebene Training am Freitag und Samstag vorher nicht gemacht habe - ich war einfach erholter. Aber ganz ohne Trainingsplan ist es sicher auch nicht richtig - nur die zeitliche Positionierung und die Umfänge zu bestimmten Zeiten gehören für nächstes Jahr noch gut überlegt und geplant.

1.11.2009: Das Wattmeßsystem bestätigte mir mein gutes Gefühl an Leistung, nachdem ich zuletzt etwas weniger mit dem Rennrad als mit dem Mountainbike unterwegs gewesen bin. Das Fahren im Gebirge mit dem Mountainbike brachte mir etwas unerwartet viel Kraftausdauer. Das Training 2010 werde ich daher etwas gliedern müssen: Grundlagenausdauer und Technik mit dem Rennrad (bzw. dem Cyclecross), Kraftausdauer mit dem Mountainbike im Hausruck und am Wochenende in den Salzkammergutbergen.

2010: dieses Jahr war mit Radmarathons und so eigentlich nichts erwähnenswertes. Ein Jahr, welches in seinen Zielen nicht glücken wollte.

2011: Nachdem ich im Februar 2011 für meine erste Teilnahme am Ötztaler Radmarathon ausgelost wurde, war mir klar, dass ich mit meinem bisherigen Training das nicht beenden werden könne. Ich suchte und fand dann mit Mag. Romuald Schönfeld, Wels, einen verständnisvollen Trainer, welcher mir nach zwei Leistungstests jeweils Trainingspläne ausarbeitete und mir wichtige Tipps gab. Das war der richtige Weg, wie sich im weiteren Jahresverlauf herausstellte. Durch einen unverschuldeten Unfall beim Radtraining 14 Tage vor dem Ötztaler Radmarathon 2011 konnte ich dann nicht teilnehmen.

Im November 2011 wurde ich für den Maratona dles Dolomites am 1. 7. 2012 ausgelost. Ich werde mein Training dafür wieder mit Hilfe von Mag. Schönfeld gestalten. Dazu hoffe ich, bei der Auslosung für den Ötztaler Radmarathon 2012 Glück zu haben und diesen dann beenden zu können.

2012: .